Prof. Dr. Klaus Hurrelmann

Als Klaus Hurrelmann 1963 begann Soziologie zu studieren, hatte er die Absicht später in der Erwachsenenbildung als Volkshochschuldozent oder sogar Volkshochschulleiter tätig zu sein. Er bildete sich zudem in den Bereichen Erziehungswissenschaften und Psychologie aus, promovierte und habilitierte zweifach. Damals gab es Gesundheitsförderung noch nicht als geläufiges und von der Weltgesundheitsorganisation benanntes Konzept. Dennoch spielte Gesundheit in seinem Verständnis von Erziehung und einer gelungenen Persönlichkeitsentwicklung schon früh eine Rolle. Die erste beruflich Berührung mit der „klassischen“ Gesundheitsförderung hatte Hurrelmann 1986 als er Direktor des Sonderforschungsbereich „Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter“ wurde und dort im Projekt „Prävention und Gesundheitsförderung“ tätig war. In diesem wurden Elf-, Dreizehn- und Fünfzehnjährige hinsichtlich ihrem Gesundheitsverhalten und ihren Gesundheitsoutcomes untersucht, um Handlungsbedarfe für die Praxis der Gesundheitsförderung und Prävention abzuleiten.  

Die Zielgruppe Kinder und Jugendlichen steht immer noch im Fokus seiner interdisziplinären Arbeit, mit den Schwerpunkten Gesundheitsförderung, Bildungs- und Generationsforschung. Klaus Hurrelmann sieht seine Aufgabe als Wissenschaftler darin, ein Sprachrohr oder Dolmetscher für die Lebenssituation von Bevölkerungsgruppen zu sein. Er findet es wichtig, mit seinen Forschungsergebnissen in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit zu erregen, um Vorurteile zu besiegen und Diskussionen anzuzetteln. So spricht er sich zum Beispiel für ein Schulfach Gesundheit oder das Herabsetzen des Mindestalters bei Wahlen aus. 

Gesundheitsförderung kurz zusammengefasst bedeutet für ihn „einen Menschen darin zu stärken, dass er am Ende, das macht, was ihm gut bekommt!“  

Klaus Hurrelmann beschäftigt sich gerade damit, seine Lehr- und Handbücher in jüngere Hände zu übergeben, damit seine Klassiker auf dem Markt bleiben. Außerdem kann man sich bald auf einen Band zu Gesundheitsdidaktik freuen, an dem er gerade gemeinsam mit Martin Goldfriedrich arbeitet. 

Blitzfragerunde

Kaffee oder Tee?
Kaffee.
Lehrerliebling oder Klassenclown?
Ich war jemand der gerne ein Lehrerliebling sein wollte. Als das nicht funktioniert hat bin ich zum Klassenclown geworden, um da wieder rauszukommen. Da kann ich also auf beiden Seiten was bieten.
Chaos oder Ordnung?
Ich bin ein Ordnungsmensch und finde alles wieder, was ich suche.
Visionär oder Realist?
Ein visionärer Realist, aber eher ein Realist.
Komödie oder Drama?
Drama, eindeutig! Das Drama darf auch ein paar skurrile und witzige, vielleicht sogar komödiantische, Spuren haben, aber natürlich muss es ein Drama sein. Dass man weiß, wo man lebt und was Sache ist und dass es einen richtig umwälzt und stark emotional beschäftigt. Da kommt eine Komödie nicht mit, die bleibt an der Oberfläche plätschernd.

Interview

Persönlicher Einstieg

Inwiefern gestalten Sie ihr privates Leben gesundheitsförderlich? 

 

Ich war und bin sehr sportlich. Ich brauche Bewegung, Sport und Aktivität für meine Lebensfreude und meine gewünschte Leistungsfähigkeit und ich habe Spaß daran. Es tut mir einfach gut. Als Schüler war ich in Sportvereinen und ein guter Kurzstreckenläufer sowie Weitspringer. Ich habe auch an Wettbewerben teilgenommen und lange in einem selbstgegründeten Sportverein und im Volleyball-Verein mitgemacht. Heute gehe ich jeden Morgen 30-45 Minuten joggen und bin 2x wöchentlich bei meinem befreundeten Personaltrainer.”

 

Was ist ihr privater Ausgleich zu Ihrer umfangreichen beruflichen Tätigkeit? 

“Naja, nichts Außergewöhnliches. Ich gehe gerne ins Kino oder ins Theater. Ich höre gerne Konzerte und hier und da besuche ich auch mal eine Oper oder andere Musikrichtungen. Es bleibt aber auch zum Glück Zeit für meine Kinder und die Enkelkinder. Auch wenn alle verstreut sind in verschiedenen Ländern, ist es mir extrem wichtig, dass ich weiß, dass meine Enkelkinder mich erleben und wissen wer ich bin. Dass sie etwas mit mir anfangen können sowie ich auch mit ihnen hilft mir aufmerksam, gesund und neugierig zu bleiben.”  

 

Während Ihrer Schulzeit mussten Sie aufgrund eines Diebstahles vier Wochenenden im Gefängnis verbringen. Was war das für eine Erfahrung für Sie? Was haben Sie aus dieser Zeit mitgenommen?

 

Naja, ich habe eben nie wieder einen Diebstahl begangen, da das schon gesessen hat und mich wirklich schwer beeindruckte. Das war einer der Gründe für mein Soziologiestudium. Ich wollte mit wissenschaftlichen Methoden verstehen, warum ich diesen Weg gegangen bin und geklaut habe. Ich habe mich dann selbst reflektieren können. Das hat mit dazu beigetragen, dass ich bis heute ganz intensiv in der Jugendforschung aktiv bin. Ich ging als sogenannter Bildungsaufsteiger auf ein Gymnasium, wo sonst nur Söhne der Mittel- und Oberschicht hingingen. Als Under-Dog wollte ich mit guten Leistungen brillieren. Als das bei den Jungs allerdings nicht ankam und diese mich als Streber und als zu wenig männlich abstempelten, wollte ich etwas gegen dieses Image tun. Ich beging den Diebstahl, damit sich das herumspricht und zeigt, dass ich nicht dieser Streber bin, sondern ein ganz normaler Junge, der auch Oppositionsflächen hat. Das brachte mich dann in große Schwierigkeiten.

Politische Ambitionen

Sie kennen die Probleme und den Handlungsbedarf im Bildungsbereich. Zum Beispiel nennen Sie in Ihrem Handbuch Bildungsarmut unter den erfolgversprechendsten Maßnahmen die „systematische Förderung von Kindern aus bildungsfernen Familien“ und „eine möglichst späte Aufteilung der Schülerinnen und Schüler in leistungshomogene Lerngruppen.

 

 

Haben Sie je das Bedürfnis verspürt auch politisch aktiv zu werden und die wissenschaftlichen Erkenntnisse politisch zu verwirklichen? 

 

Die Untersuchungsergebnisse zur gesundheitlichen Situation von Kindern und Jugendlichen zeigen ein starkes soziales Gefälle. Je günstiger die wirtschaftliche Ausgangslage der Familien, desto besser auch der Gesundheitsstatus der Kinder und umgekehrt. Innerlich schreit es in einem dann natürlich danach, wie man dieser Ungleichheit entgegenwirken kann. Als Wissenschaftler und Forscher sehe ich meine Aufgabe allerdings darin, diese Untersuchungsergebnisse in politischen Schlussfolgerungen zusammenzufassen. Obgleich für die Gesundheits- oder die Bildungspolitik. Ganz wichtig ist es auch, diese Ergebnisse über Medien zu transportieren und in der breiten Öffentlichkeit zu kommunizieren. Politik und Wissenschaft sind zwei sehr unterschiedliche Aufgabenbereiche, die man klar voneinander abgrenzen kann. Auch bei der Bewältigung der Corona-Pandemie sehen wir, dass es klug ist zwischen den beiden Bereichen zu unterscheiden. Ergebnisse der Epidemiologie können nicht 1:1 in die Politik übersetzt werden, sondern die Politiker müssen politisch umsetzbare Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen ziehen. Das ist nicht die Aufgabe und auch nicht die Kompetenz von uns Forschenden.”

 

 

Wie schätzen Sie die Auswirkungen der CoronaPandemie auf die Ungleichheiten im Bildungssystem ein und was ist die derzeitige Herausforderung für die Politik?                              

 

“Durch den Schulausfall und die häufig fehlenden digitalen Konzepte der Schulen prognostizieren wir sehr große Leistungsgefälle und verstärkte soziale Ungleichheit. 

Zusätzlich wirkt sich die Corona-Pandemie sehr stark auf die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler aus. Bildungs- und Gesundheitszustände sind ganz eng miteinander verwoben. Durch die Corona-Pandemie sind schulische Lücken und Defizite sowie gesundheitsproblematische Verhaltensweisen bei sozial benachteiligten Kindern besonders stark. Politisch ist das allerdings sehr schwer, da wir es hier mit dem sogenannten Präventionsdilemma zu tun haben. Die, die ich fördern will, erreiche ich nicht mit Förderangeboten, da sie Angst haben als Schwache erkannt zu werden. Starke hingegen nutzen solche Angebote oftmals, um sich noch stärker zu verbessern. Wie also fördern, ohne zu diskriminieren und zu stigmatisieren? Mit speziellen Förderangeboten in der Sommerpause, was von einigen Ländern in Erwägung gezogen wird, ist es leider nicht getan. Es gibt allerdings auch kein Patentrezept und das macht es politisch verdammt schwer.”

 

 

In dem Handbuch schreiben Sie, dass Bildungsarmut durch Faktoren wie geringes Wissen über Gesundheit oder Probleme beim Verstehen von Patienteninformationen, negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Diese Faktoren sind Aspekte der Gesundheitskompetenz, einem Handlungsfeld der Gesundheitsförderung, zu dem Sie den Nationalen Aktionsplan herausgaben. Diesem sind konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis der Gesundheitsförderung zu entnehmen.

 

 

Können Sie sehen, dass diese Handlungsempfehlungen auch schon in der Praxis der Gesundheitsförderung umgesetzt werden?  

                                                                                               

In einzelnen – gerade stattfindenden – Workshops werden die 15 Empfehlungen bzw. Ziele des Nationalen Aktionsplans Gesundheitskompetenz für die Praxis übersetzt. Die erste Empfehlung ist es, die Gesundheitsbildung und die Förderung der Gesundheitskompetenz über Bildung in beispielsweise Kindergärten und Schulen, aber auch in der Erwachsenenbildung, zu aktivieren. Wir haben gemerkt, dass in diesen Settings Aufmerksamkeit und Neugierde vorhanden ist und auch die Bereitschaft neu nachzudenken. Unsere Forderung nach einem eigenen Unterrichtsfach in Richtung Gesundheit oder Gesundheits- und Verbraucherverhalten stieß allerdings eine sehr kritische Diskussion los. Viele Lehrkräfte fühlten sich dadurch angegriffen oder waren mit dieser Anforderung überfordert. Auch hier haben wir – allerdings im Rahmen der Wissenschaft bleibend – politisch relevante Forderungen aus unseren Ergebnissen abgeleitet. Darin sehe ich die Aufgabe von uns Wissenschaftlern. Ein Schulfach Gesundheit kann natürlich auch in einer modernen Variante erscheinen, die Anwendungsbezug hat oder projektartig stattfindet. Aber egal wie, das Thema Gesundheit und die Förderung der Gesundheitskompetenz gehört meiner Auffassung nach in eine moderne Schule heute mit hinein, denn das Fehlen von gesundheitsrelevanten Informationen und Kompetenzen ist nicht akzeptabel.”

 

 

 

Entwicklung in der Gesundheitswissenschaft

Sie sind Gründungsdekan der Fakultät für Gesundheitswissenschaften an der Universität Bielefeld und hatten dort 15 Jahre die Professur für Prävention und Gesundheitsförderung inne. Seit 2009 lehren Sie an der Hertie School of Governance in Berlin im Bereich Public Health. Somit gestalten Sie unmittelbar die Ausbildung von uns, den Studierenden im Bereich Gesundheitsförderung, mit. 

 

Wie hat sich die Lehre in den Gesundheitswissenschaften ihrer Meinung nach in den letzten Jahren verändert? 

 

Bei uns in Bielefeld war es Anfang der 1990er so, dass wir zuerst für Weiterbildungsstudiengänge die meist amerikanisch geprägten Konzeptionen von Public Health und auch die Lehrpläne oder gar Unterrichtsmaterial von dort übernommen haben. In den folgenden 15 Jahren orientierten wir uns weiterhin an den führenden internationalen Positionen, aber haben gleichzeitig unsere eigenen Akzente gesetzt und es quasi auf Deutschland zugeschnitten. Im Laufe der Jahre ist dadurch eine breitere Konzeption geworden, die biologische, körperliche, psychischen sowie auch soziale, ökonomische, politische Dimensionen umfasst. Und das definiert unsere Gesundheitswissenschaft bzw. unsere Gesundheitswissenschaften heute.

 

 

Welchen Bereich würden Sie wählen, wenn Sie aktuell ein Studium der Gesundheitsförderung absolviert hätten und warum? 

 

Ich würde bei meiner alten Idee bleiben und mich darein stürzen, die Gesundheitsförderung und die Gesundheitskompetenz in kluger Weise in der Erwachsenenbildung zu vermitteln. Sei es in traditioneller Form oder über digitale Plattformen, da gibt es ja jede Menge Chancen und Möglichkeiten. Das finde ich ein hochspannendes Gebiet, da wir wissen, dass im Kindes- und Jugendalter gesundheitliche Grundkenntnisse gebildet werden und das aber im Erwachsenen- und hohen Alter weitergeht und neue Herausforderungen bringt. Aktuell beobachte ich die Entwicklungen diesbezüglich mit großem Interesse.

 

 

Arbeitsschwerpunkt

Eins Ihrer Spezialgebiete ist die Generationsforschung, vor allem mit der jungen Generation Z haben Sie sich auseinandergesetzt.  

 

Was denken Sie, wie erreicht man diese Generation als Zielgruppe mit Programmen der Gesundheitsförderung?

 

Bei dieser Zielgruppe haben wir es recht leicht, da wir wissen, wo das Einfallstor bei den gutgebildeten 30-40% der jungen Generation ist. „Generation“ ist ein Kunstbegriff. Ein wenig willkürlich werden hiermit Altersgruppen abgegrenzt. Es hat sich eingebürgert die nach 2000 geborenen 15 bis 20 Alterskohorten, also grob „die unter 20-Jährigen“ als eine Generation, die junge Generation, zu bezeichnen. Sie hatten sehr ähnliche Bedingungen in ihrer Jugendzeit und iGegensatz zu der Generation davor eine sehr gute wirtschaftliche Ausgangsbilanz. Dadurch hatten sie keine Existenzängste beruflicher Art, was wahrscheinlich auch die politische Weitsicht der gut gebildeten, mehrheitlich Frauen, der jungen Generation begünstigte. Sie folgen interessanter Weise nicht irgendeiner inhaltlich-ideologischen Positionwie frühere Bewegungen. Ich war selbst damals Teil der 1968er-Bewegung, einer einfachen Freiheitsbewegung gegen bestehende Strukturen ohne (wissenschaftliche) Absicherung. Die „Fridaysfor Future“-Bewegung hingegen beruft sich auf wissenschaftliche Daten, auf internationale Vereinbarungen und macht deutlich, dass diese das politische Handeln steuern sollten. Übrigens wird diese junge Generation als Generation Z bezeichnet, um dem Alphabet zu folgen. Sie folgt der „Generation Warum“/ „Generation W(hy)“ und der davorliegenden rätselhafte GenerationX“. Die Generation Z hat sehr krisen- und umweltbewussten führenden Köpfe, wobei umweltbewusst auch immer gesundheitsbewusst heißt. Dementsprechend kann bei den gut gebildeten, fast 50%, der jungen Generation mit Fachinformation, Leidenschaft und Emotionen das gesundheitliche Verhalten gesteuert werdenDie Angehörigen der Generation mit niedriger Bildung oder Schwierigkeiten der eigenen Herkunft haben jedoch andere Sorgen. Bei ihnen ist das gesundheitliche Verhalten lange nicht so einfach beeinflussbar und auch insgesamt schlechter. Jede Gruppe muss von der Lebenssituation ausgehend angesprochen werden. Wobei jeder Mensch strategisch agiert, um das Beste für sich, seine eigene Entwicklung zu erlangen und dies kann auch das Rauchen einer Zigarette sein, um eine Anerkennung aufzubauen. Für sie überwiegt dann vielleicht der soziale Gewinn dem gesundheitlicheNegativwert.

 

Sie waren damals bei den Demonstrationen und Veranstaltungen der 68er-Bewegung aktiv, würden Sie auch an einer „Fridays for Future“-Demo teilnehmen?

 

“Ich sympathisiere mit den Ansätzen, aber halte mich als aktiver Mitwirker einer solchen Demonstration bewusst etwas zurück. Ich wurde häufig von Medienvertretern oder Journalisten/innen gefragt, wie ich die Bewegung einschätze. Daher muss ich selbstverständlich eine gewisse Distanz und Neutralität wahren, da ist eine wissenschaftliche Analyse gefragt. Deshalb habe ich eine Beobachterrolle eingenommen, in der ich mit Untersuchungen und Forschungen verdeutliche, woher das Motiv der politischen Beteiligung kommt, wie diese verankert ist und welche Parallelen es zu früheren politischen Bewegungen  gibt. Ich würde mich sehr freuen, wenn die Bewegung weiterhin Erfolg hat, aber ich werde mich nicht als Aktivist beteiligen.”

 

In unserem Interview mit Frau Prof. Dr. Beate Blättner erklärt sie im Zusammenhang mit den Hitzeaktionsplänen es sei die Strategie der rechten Szene, jedes Thema zu besetzen. 

 

Als wie realistisch schätzen Sie das Szenario ein, dass Parteien wie die AfD die „Fridaysfor Future“-Bewegung nutzen könnten, um das aktuelle Wahl-Stimmungsbild der jungen Bevölkerung weiter „nach rechts“ zu verschieben?

 

Bisher hat sich die AfD gegen „Fridays for Future“ positioniert und damit eine Resonanz bei den wirtschaftlich und sozial benachteiligt Jugendlichen erzeugt. Die AfD erhält vor allem sehr viel Zustimmung und Sympathie von jungen Männern, welche die Schule nicht schaffen und sich um ihre wirtschaftliche Zukunft sorgen. Die AfD ist unter jungen Leuten eine der am stärksten befürworteten Parteien, jedoch weit hinter den Grünen, welche die „Fridays for Future“-Bewegung unterstützen und hingegen eher von gutgebildeten jungen Frauen gewählt wird. Wir haben diese Spaltung in der jungen Generation, die ich ansprach, auch auf der Ebene der politischen Präferenzen. Die Chance der AfD bei gutgebildeten jungen Leuten könnte erst bei einer wirklichen Wirtschafts- und Finanzkrise, aufgrund ihres Versprechens mit rabiaten Methoden vorzugehen, steigen. Ob sich dies dann aber auch auf lange Sicht hält, wird sich zeigen. Insgesamt haben wir eine politisch sehr bewusste junge Generation und das demokratische System funktioniert und die junge Generation schöpft das Parteienspektrum aus. Die AfD hat dabei ihre Chance, diese darf aber auch nicht überschätzt werden. Zumal durch die Corona-Krise deutlich wurde, dass die AfD erhebliche Schwierigkeiten hat ihre eigene Position festzulegen.

 

 

Zum Nachlesen

Klaus Hurrelmann und der Journalist Erik Albrecht beschäftigen sich in dieser Publikation mit den »heimlichen Revolutionäre«, welche die heute 15- bis 30-Jährigen darstellen. Laut Hurrelmann und Albrecht nehmen diese ihr Leben auf ganz andere Art in die Hand als sämtliche Vorgängergenerationen.

 

Heutzutage gewinnen Strategien, die Erkrankung vorbeugen und Gesundheit fördern, in unserer Gesellschaft  immer mehr an Bedeutung. Dieses Werk veranschaulicht die Grundlagen von Prävention und Gesundheitsförderung sowie spezifische Präventionskonzepte wie z.B. für somatischen Störungen und Krankheiten.

 

Die Ergebnisse der vierten repräsentativen McDonalds Ausbildungsstudie spiegeln die Erwartungen von den über acht Millionen jungen Menschen, von Schüler*innen bis zum Studierenden, zwischen 15 und 24 Jahren wider.

 

Die Studie untersucht, wie Ungleichheiten und Gemeinsamkeiten der 17- bis 27-Jährigen ihre Einstellungen und ihr Handeln beeinflussen, wenn es um Finanzen und Vorsorge geht und beschäftigt sich z.B. mit der Frage “Wie bewältigen die Jungen das Spannungsfeld von eigener Verantwortung und staatlicher Regulierung?”.

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